Biografie Carl Zeiss

“Recht oft habe ich … mit Bewunderung und Dankbarkeit der Zeißschen optischen Werkstätten gedacht, verdanke ich doch einen großen Teil der Erfolge, welche für die Wissenschaft zu erringen mir vergönnt war, Ihren ausgezeichneten Mikroskopen.”
Robert Koch

1816

Geburt Carl Zeiss am 11. September in Weimar

1834-1838: Ausbildungszeit

Lehre zum Mechaniker bei Dr. Friedrich Wilhelm Körner, dem Hofmechanikus der Universität Jena, der für die dortigen Universitätsprofessoren, aber auch für Goethe wissenschaftliche Geräte und Instrumente baut. Zeiss lernt in seiner vierjährigen Lehrzeit bei Körner nicht nur die Herstellung und Anwendung von Instrumenten, sondern hört auch mathematische und naturwissenschaftliche Vorlesungen an der Universität. Dabei wird, ausgelöst durch die in dieser Zeit entwickelten Dampfmaschinen und Lokomotiven, sein Interesse für den Maschinenbau geweckt.

1838 bis 1845

Sammeln beruflicher Erfahrung (Wanderschaft) in Stuttgart, Darmstadt, Wien und Berlin; zurückgekehrt nach Jena widmet Zeiss sich dem Bau wissenschaftlicher Apparate.

November 1846

Zeiss erhält von der großherzoglichen Regierung die Konzession zur Fertigung und zum Verkauf mechanischer und optischer Instrumente und gründet die feinmechanisch-optische Werkstätte. Er konstruiert, baut und repariert physikalische und chemische Instrumente, darunter auch aus Spiegelglas geschliffene Lupen.

Erste Zeisswerkstätte


1847

Erstmals Herstellung einstufiger Mikroskope, die, da sie besser und billiger als die der Konkurrenz sind, bald zum Verkaufsschlager werden.

1849

Heirat mit Bertha Schatter; Geburt des Sohnes Roderich im Februar 1850, bei der Bertha stirbt

1853

Zweite Ehe mit Ottilie Trinkler; aus dieser Ehe entstammen ein weiterer Sohn (Karl Otto) und zwei Töchter (Hedwig und Sidonie)

1857

Carl Zeiss bringt sein erstes zusammengesetztes Mikroskop auf den Markt.


1860

Ernennung zum Universitätsmechanikus

1866

Beginn der außerordentlich erfolgreichen Zusammenarbeit mit Ernst Abbe, die zu einem kontinuierlichen Wachstum der Zeiss-Werke führt.

Carl Zeiss (1863)


1880

Philosophische Fakultät der Universität Jena verleiht Carl Zeiss den Titel eines Dr. phil. h.c.

1888

Nach mehreren Schlaganfällen stirbt Carl Zeiss im Alter von 72 Jahren am 3. Dezember in Jena