Biografie Otto Schott

„Ein Name wird immer herausleuchten aus der Geschichte der Glasmacherei:
Otto Schott.“
William E.S. Turner, englischer Glastechnologe und Gründungspräsident der International Commission on Glass, 1935

1851

Otto Schott wird am 17.12. 1851 in Witten als Sohn eines Fensterglasfabrikanten geboren

Studienzeit

Studium der Chemie und Mineralogie in Aachen, Würzburg und Leipzig

1875

Promotion in Jena (Titel der Dissertation: „Beiträge zur Theorie und Praxis der Glasfabrikation“)

ab 1879

Grundlegende Erforschung des Glasbildungsverhaltens, Versand von ersten Glasproben an Ernst Abbe in Jena

1881

Beginn der Zusammenarbeit mit Ernst Abbe und Carl Zeiss

1884

Zusammen mit Ernst Abbe und Carl Zeiss gründet Otto Schott das Glastechnische Laboratorium SCHOTT & Genossen in Jena mit anfangs 11 Mitarbeitern, aus dem im Laufe der Zeit der SCHOTT Konzern in seiner heutigen Gestalt entsteht. Schott experimentiert mit Bariumoxid, Borsäure und Fluoridzusätzen und entwickelt dadurch neue und qualitativ bessere optische Gläser sowie das Borosilicatglas, welches sich durch extreme Hitze- und Temperaturwechselbeständigkeit sowie chemische Resistenz auszeichnet

Otto Schott (1890)


1885

Heirat mit Catharina Pielke; in den nächsten zehn Jahren werden die Kinder Eva, Rolf, Erich, Daniela und Gerhart geboren.


1896-1899

Mitglied im Gemeinderat (Verdienste um die Stadtentwicklung Jenas)

1900

Das Glastechnische Laboratorium wandelt sich innerhalb weniger Jahre zum industriellen Großbetrieb und erreicht 1900 einen Exportanteil von 50% am Umsatz

Ziehen eines Glasrohres


1908

Otto Schott wird zum Ehrenbürger der Stadt Jena ernannt

1918

Herstellung von hitzebeständigen Hauswirtschaftsgläsern der berühmten Marke „Jenaer Glas“

1919

Otto Schott überträgt seine Anteile auf die Stiftung, wodurch die Stiftung auch Alleineigentümerin des Glaswerkes wird

1926

Schott zieht sich 75-jährig aus der Geschäftsleitung zurück

1935

Otto Schott stirbt am 27. August in Jena