Carl-Zeiss-Stiftung wahrt Förderkontinuität auch in Zeiten der Finanzmarktkrise

Forschungsstrukturen und wissenschaftlicher Nachwuchs werden mit insgesamt 6,4 Mio. EUR gefördert

Im Jahr 2010 hat die Carl-Zeiss-Stiftung ihr Programm zur Stärkung von Forschungsstrukturen an Universitäten sowie das Nachwuchsförderprogramm erneut ausgeschrieben, um die erfolgreiche Wissenschaftsförderung in den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen fortzusetzen.

Mit dem Programm zur Stärkung von Forschungsstrukturen an Universitäten, das der strukturellen Verbesserung der Arbeitsbedingungen interdisziplinär aufgestellter Forschergruppen auf dem Weg zur Spitzenforschung dient, werden an den Universitäten Ilmenau, Mainz und Ulm folgende Strukturkonzepte gefördert:

  • TU Ilmenau: Einrichtung eines Cognitive Radio Network Lab
    Wissenschaftliches Ziel der Ilmenauer Forschergruppe ist der Aufbau eines Cognitive Radio Network Lab, mit dem praktikable Systemansätze zur dynamischen Nutzung zeitlich und örtlich ungenutzter Frequenzressourcen in drahtlosen Kommunikationsnetzen erforscht werden sollen.
  • Johannes-Gutenberg-Universität Mainz: Materialdesign (Inverse Design mit definierten Eigenschaften: Idee)
    Beim Inverse Design wird die gewünschte Eigenschaft eines Stoffes definiert und dann über die molekulare und/oder elektronische Struktur invers das passende Material dazu designt. Dieser Ansatz wurde bereits für Halbleiter erfolgreich erprobt. In Mainz soll das inverse Design auf Systeme ohne langreichweitige Ordnung wie Gläser und Polymere übertragen werden.
  • Universität Ulm: Infektionsbiologie humaner Makrophagen
    Forschungsziel des geförderten Strukturkonzepts ist die Aufklärung von Mechanismen der angeborenen Immunabwehr von humanen Makrophagen gegen verschiedene Krankheitserreger wie HIV- oder HCMV-Viren, Leishmania-Parasiten und Listeria-Bakterien. Dabei soll geklärt werden, welche Strategien diese Erreger entwickelt haben, um die Mechanismen der angeborenen Immunabwehr zu umgehen oder auszuschalten.

Jede der drei geförderten Universitäten erhält verteilt über einen Förderzeitraum von vier Jahren Mittel in Höhe insgesamt 1 Million Euro.

Bereits zum vierten Mal wurde im Herbst 2009 das Nachwuchsförderprogramm mit den fachlichen Schwerpunkten Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften und Physik ausgeschrieben. Ab Juni 2010 werden in diesem Programm 26 Doktoranden, acht Postdoktoranden und drei Juniorprofessuren an den Universitäten Hohenheim, Ilmenau, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Konstanz, Mainz, Stuttgart und Tübingen gefördert. Das Nachwuchsförderprogramm 2010 hat ein Fördervolumen von insgesamt 3,35 Millionen Euro.

Sowohl das Nachwuchsförderprogramm als auch das Programm zur Stärkung von Forschungsstrukturen an Universitäten werden zum Wintersemester 2010/2011 erneut ausgeschrieben.

Zur Carl-Zeiss-Stiftung:
Die Carl-Zeiss-Stiftung ist eine Beteiligungsträgerstiftung und alleinige Aktionärin der beiden Stiftungsunternehmen Carl Zeiss AG und SCHOTT AG. Sie wurde 1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe in Jena gegründet. Seine Intension war es, aus den Erträgen der Unternehmen Carl Zeiss und SCHOTT Wissenschaft zu fördern. Entsprechend dieser Vorgabe dienen die jährlichen Ausschüttungen der Unternehmen an die seit 2004 von den beiden Unternehmen getrennte Stiftung der Wissenschaftsförderung im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Nach dem Statut beschränkt sich die Fördertätigkeit der Carl-Zeiss-Stiftung auf die drei Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen, in denen die Stiftung oder die Stiftungsunternehmen ihren Sitz haben.

Weitere Informationen zur Carl-Zeiss-Stiftung können auf der Website der Stiftung unter www.carl-zeiss-stiftung.de abgerufen werden.