1846 - 1889

Zeisswerke um 1902


1846

Carl Zeiss gründet in Jena eine Feinmechanisch-Optische Werkstätte und beginnt 1847 mit der Herstellung einfacher Mikroskope.

1866

Beginn der Zusammenarbeit zwischen Ernst Abbe und Carl Zeiss.

1875

Ernst Abbe wird zum Teilhaber der Firma Zeiss.

1884

Gründung des Glastechnischen Laboratoriums Schott & Genossen durch Ernst Abbe, Otto Schott, Carl Zeiss und dessen Sohn Roderich Zeiss.

1886

Ernst Abbe errichtet den „Ministerialfonds für wissenschaftliche Zwecke“, durch den er der Universität Jena jedes Jahr anonym erhebliche finanzielle Mittel zukommen lässt. Der ursprüngliche Plan Ernst Abbes, seine Anteile an den Unternehmen Carl Zeiss und Jenaer Glaswerk Schott & Genossen der Universität Jena zu übertragen, scheitert aus rechtlichen Gründen.

1888

Tod von Carl Zeiss am 3. Dezember, Ernst Abbe wird alleiniger Leiter des Zeiss-Werkes.

1889

19. Mai: Gründung der Carl-Zeiss-Stiftung durch Ernst Abbe.
Mit der Bestätigung der Gründungsurkunde durch das Departement für Cultus des Großherzogs in Weimar erhält die Stiftung die Rechte einer privaten juristischen Person. Zur Würdigung der Verdienste des Mannes, der zu den Stiftungsunternehmen den ersten Grund gelegt und der der Verbindung von Wissenschaft und Technik auf seinem Arbeitsgebiet zielbewusst den Weg gebahnt hat, gibt Ernst Abbe seiner Stiftung „für alle Zeit“ den Namen „Carl-Zeiss-Stiftung“ (§ 2 Stiftungsstatut). Erster Stiftungskommissar wird der spätere Staatsminister Karl Rothe.
Die Stiftungsurkunde von 1889 hat nur 17 Paragraphen, sie lässt jedoch bereits sehr deutlich die Zielsetzung des Stifters zur Förderung der Wissenschaft erkennen. Der sozialpolitische Aspekt taucht im Zusammenhang mit den Aufgaben der Stiftung hinsichtlich der beiden „Gewerbeanstalten“ (§ 9) auf, in den „Zwecken der Stiftung“ (§ 1) ist er allerdings noch nicht enthalten, weil zu diesem Zeitpunkt eine Übertragung der Anteile an den Unternehmen auf die Stiftung noch keine Aktualität besaß. Der gemeinnützige Auftrag der Stiftung in Bezug auf die Jenaer Bevölkerung fehlt noch.